Gestütztes Malen

Gestütztes Malen Autismus

Gestütztes Malen

Es war lange unklar, wie man den autistischen Kindern Hilfestellungen geben könnte, um über ihre, im Laufe der Jahre gefestigten und stereotypen, Kritzeleien hinwegzukommen. Ansätze fand man dazu mit der Entwicklung der Methode der gestützten Kommunikation. Experimente mit Stützen im gestalterischen Bereich ergaben, das bei autistischen Menschen nicht nur der sprachliche, sondern auch der zeichnerische Ausdruck blockiert ist, bzw. seien kann. Durch diese neu entstandene Möglichkeit bietet man dem autistischen Kind eine Möglichkeit sich in anderer Weise, z.B. ohne Stereotypen zeichnerisch auszudrücken. Gestütztes Malen und Zeichnen in der Kunsttherapie ist vor allem für nichtsprechende Kinder und Jugendliche eine geeignete Methode um ihre Wünsche, Ängste, Unsicherheiten mitzuteilen. Die entstandenen Werke veranschaulichen häufig sehr deutlich die verborgenen Gedanken, sowie Gefühle und lassen häufig die Verhaltensweisen des Zeichners innerhalb des sozialen Gefüges erkennen. Das Malen kann also im Hinblick auf Bewußtwerden, Aufdecken von unbewußten oder bei der Problemverarbeitung Hilfe leisten, indem es eine Art von Wissen aufzeigt, das ohne das gestützte Malen nicht zugänglich wäre.

Über die Autorin/den Autor
Alexandra May ist Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (FH). Zusätzlich studierte sie Erwachsenenpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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