Formen des Autismus

Formen des Autismus

Autistische Störungen werden in verschiedene Gruppen unterteilt, wobei allen Formen des Autismus-Syndroms Störungen im zwischenmenschlichen Verhalten sowie in der Kommunikation zugrunde liegen.

Asperger-Syndrom und Kanner-Syndrom

KategorienAsperger-SyndromKanner-Syndrom
Beginn der Störung 2.-3. Lebensjahr in den ersten Lebensmontaten, vor dem 3. Lebensjahr
Kontaktstörung Mitmenschen erscheinen als Störfaktoren, Blickkontakt fehlt oder ist selten Mitmenschen erscheinen als nicht existent, Blickkontakt möglich, aber nur kurz
Geschlecht /Sprache

fast nur Jungen (8:1), häufig sehr früh beginnende Sprachentwicklung mit herausragendem Sprachvermögen, Kind spricht, bevor es läuft

Jungen und Mädchen (3:1), häufig verzögerte oder dauerhaft gehemmte Sprachentwicklung, Kind läuft, bevor es spricht
Motorik Ungeschicklichkeiten, motorische Retardierungen motorische Entwicklung ist unauffällig
Intelligenz durchschnittlich bis überdurchschnittlich, herausragende Spezialbegabung Abstraktionsvermögen und Symbolverständnis eher gut häufig unterdurchschnittlich, partielle oder universelle Störungen,Abstraktionsvermögen und Symbolverständnis eher schlecht
familiärer Hintergrund intellektuelle Väter mit autistischen Zügen Intellektuellenfamilien Väter und Mütter mit autistischen Zügen
Prognose Defizite bis ins Erwachsenenalter Persitieren bis in die Adolesenz und Erwachsenenalter

Atypischer Autismus

Der atypische Autismus unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus dadurch, daß sich die auffällige Entwicklung der autistischen Symptome erst nach dem 3. Lebensjahr manifestiert (späterer Krankheitsbeginn) oder nicht alle 3 Bereiche der diagnostische Kriterien (Vollbild) für den frühkindlichen Autismus erfüllt werden.

Rett-Syndrom

Nach einer anfangs normalen Entwicklung manifestiert sich diese Störung zwischen dem 5. Lebensmonat und dem 4. Lebensjahr. Das Rett-Syndrom wurde bisher nur bei Mädchen festgestellt. Die auffälligsten Merkmale der Rückentwicklung sind die Abnahme des Kopfwachstums und der Verlust bereits erworbener Fähigkeiten, wie zum Beispiel Sprachgebrauch und zielgerichtete Handbewegung. Nach dem Stillstand der Entwicklung kommt es zum Abbau motorischer und kognitiver Funktionen, stereotype Bewegungen bilden sich aus, der Gang und die Körperbewegung werden unkoordiniert und Kommunikationsstörungen setzten ein, da sich die Sprachentwicklung verlangsamt. Der zunehmende Abbau der Intelligenz wird häufig von epileptischen Anfällen begleitet.

Über die Autorin/den Autor
Alexandra May ist Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (FH). Zusätzlich studierte sie Erwachsenenpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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