Bio-Ernährung in Kindergärten/Kitas

Die Kita bzw. der Kindergarten, den unser Kind besucht, wird von einem Catering-Service mit Mittagessen beliefert. Da dieser Catering-Service demnächst die Preise erhöht, habe ich mich in Absprache mit den Erzieherinnen nach einem anderen Catering-Service in der Region umgesehen. Allerdings nicht, um Geld zu sparen, denn die Preise des bisherigen Catering-Anbieters sind mit 2,00 Euro pro Mahlzeit auch nach der Preiserhöhung sehr niedrig.

Stattdessen habe ich versucht, einen Catering-Service zu finden, der Mittagessen in Bio-Qualität anbietet. Im Ergebnis konnte ich zwar drei Catering-Anbieter ausfindig machen, die Bio-Essen liefern - jedoch rentiert sich für alle Anbieter nicht die Belieferung unseres Kindergartens. Schade.

Jedenfalls habe ich im Zuge dieser Aktivitäten ein Informationsblatt erstellt, dass im Kindergarten ausgehängt werden sollte. Auf diesem Informationsblatt wird kurz umrissen, was das Problem mit konventioneller Ernährung ist und was die Vorteile von Bio-Ernährung sind. Leider brauchen wir dieses Informationsblatt nun nicht mehr. Aber vielleicht ist im Kindergarten Ihres Kindes die Zeit reif für eine Umstellung auf Bio-Ernährung? Deshalb stelle ich das Material nachfolgend zum kostenfreien Download bereit. Sie können es als PDF-Datei und als Word-Datei herunterladen. Die Word-Datei können Sie gerne an Ihren Bedarf anpassen.


Inhalt des Informationsblattes:

Sehr geehrte Eltern, wie Sie wissen, erhöht unser bisheriger Mittagessen-Lieferant ab 2015 die Preise. Deshalb schauen wir uns derzeit nach einem anderen Lieferanten um. Bei dieser Gelegenheit haben einige Eltern und Erzieherinnen vorgeschlagen, die Ernährung unserer Kinder auf Bio umzustellen. Lesen Sie nachfolgend bitte die Argumente. Beim nächsten Elternabend möchten wir den Vorschlag gerne thematisieren.

Was ist das Problem?

Konventionelle Nahrung – also Nicht-Bio-Nahrung – enthält häufig jede Menge Schadstoffe: Süßungsmittel, Säuerungsmittel, Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, Antioxidationsmittel, Konservierungsstoffe, Phosphate, gentechnisch veränderte Bestandteile, Hormone, ...

Nehmen Sie sich einmal einen Abend Zeit und recherchieren Sie stichprobenartig, was diese Stoffe langfristig mit Ihrem Körper – und erst recht mit dem Körper Ihres Kindes – anrichten können. Sie werden viel lesen von Dingen wie Nierenschäden, Leberschäden, Hautproblemen, Allergien, Krebs, Alzheimer, Demenz, Stoffwechselstörungen, Konzentrationsstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen uvm.

Kinder sind besonders anfällig für Schadstoffe in Lebensmitteln, ...

  • weil ihr Körper im Wachstum besonders viele Schadstoffe aufnimmt und einlagert,
  • weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist,
  • weil bei Kindern viel geringere Mengen ausreichen, um die potentiell schädliche Wirkung der
  • Schadstoffe zu entfalten,
  • weil sie die schädlichsten Sachen oft am liebsten essen (weil so schön bunt und lecker).

Wie können wir unsere Kinder davor schützen?

Ein großer Schritt wäre die Umstellung auf Bio-Ernährung. Wenigsten hier im Kindergarten, wo sich die Kinder an 5 Tagen in der Woche viele Stunden aufhalten und das wichtige Mittagessen erhalten.

Was bedeutet „Bio" eigentlich?

Strengere Kontrollen

Hersteller von Bio-Lebensmitteln müssen sich an strengere Richtlinien halten als Nicht-Bio-Hersteller. Unter anderem ist der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, Gentechnik und Hormonen stark begrenzt bis verboten.

Es gibt mehrere, unterschiedlich strenge Bio-Richtlinien. Die Mindestanforderungen an Bio-Lebensmittel sind in der Öko-Verordnung der EU festgelegt. Die strengsten Anforderungen hat der Verband „demeter".

Weniger Massentierhaltung

Massentierhaltung ist Tierquälerei und ein großes Problem für unsere Umwelt. Und: Durch Massentierhaltung werden Tiere häufiger krank, weil Keime und Viren sic h schneller und in größerem Ausmaß verbreiten. Auch deshalb werden die Tiere in der Massentierhaltung mit Medikamenten und Hormonen vollgestopft - was unsere Kinder letztendlich mitessen. Bio-Richtlinien sind hier viel strenger.

Weniger Chemie

Auf den Feldern verspritzte Chemie gelangt zum Teil in unser Essen und in unser Grundwasser. Ein Bio-Landwirt darf nur sehr geringe Mengen oder überhaupt keine chemischen Pflanzenschutzmittel, Insektenvernichtungsmittel, Dünger usw. einsetzen.

Keine Gentechnik

Gentechnik bedeutet:

  • bisher nur wenig erforschte Auswirkungen auf den menschlichen Organismus – es gibt jedoch auch hier bereits Anzeichen für Krebs-Begünstigung
  • noch giftigere Pflanzenschutzmittel und Insektenschutzmittel
  • Patentierung von Pflanzen und Saatgut (Gentechnik dient in erster Linie dem Machterhalt und der Profitmaximierung der ganz großen Agrarkonzerne)

Die Verwendung von gentechnisch veränderten Zutaten ist Bio-Herstellern verboten.

Mehr Umweltschutz und Tierschutz

Für die meisten Bio-Landwirte hat nicht Profitmaximierung die höchste Priorität, sondern ein vernünftiger Umgang mit Natur und Tieren.

Faire Preise für Landwirte und Hersteller

Enormer Kostendruck trägt dazu bei, dass Nicht-Bio-Landwirte auf ihre Felder immer mehr Chemie spritzen und ihren Tieren immer mehr Medikamente und Hormone verabreichen. Die an der Erzeugung und Verarbeitung beteiligten Mitarbeiter erhalten Hungerlöhne. Nur so lässt sich die Produktivität immer weiter steigern.

Der Wunsch nach gesunden, unbelasteten Lebensmitteln ist nicht vereinbar mit dem Feilschen um jeden Cent. Stattdessen ist bewussteres Konsumieren geboten.

Lokaler Handel

Weite Transportwege von Lebensmitteln sind eine Belastung für unsere Umwelt. Kartoffeln aus Ägypten? Äpfel aus Israel? Das muss nicht sein! Wer von Landwirten aus der Region kauft, sichert obendrein noch heimische Arbeitsplätze.

"Bio ist Geldschneiderei und Betrug"

Die Kontrollen der Bio-Verbände sind nicht immer streng genug. Wo Geld verdient wird, sind auch "schwarze Schafe" nicht weit. Für einige Nicht-Bio-Hersteller ist es verlockend, für ihre konventionellen Lebensmittel höhere Preise zu verlangen, indem sie sie als Bio ausgeben. Diese Betrüger gibt es, doch das ändert nichts an den Ideen, die hinter "Bio" stehen. Der Betrug mit Bio ist die Ausnahme, nicht die Regel!

"Pestizid- oder hormon-belastetes Essen hat noch keinen umgebracht"

Vielleicht. Aber ist das ein Gegenargument? Genügt es nicht, dass konventionelle Lebensmittel erwiesenermaßen mit verantwortlich sind für Allergien, Hautprobleme, Unfruchtbarkeiten, psychische Störungen, Krebs und viele andere Volkskrankheiten?!

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