2.1.2 Psychomotorische Förderung, Teil 3

Psychomotorische Förderung Teil 4

Sozial-Erfahrung

In der psychomotorischen Förderung wird durch Bewegungsangebote versucht, die Kooperationsfähigkeit und die Kommunikationsfähigkeit der Kinder zu fördern. Zudem soll auch durch gemeinsame Bewegungserlebnisse die Entwicklung positiver Sozialkompetenzen unterstützt werden (Zimmer & Cicurs, 1999, S. 39). Denn das Kind lernt nur im Kontakt mit Mitmenschen sich zu verständigen und auszudrücken. Ausserdem lernt es durch den Kontakt mit Gleichaltrigen oder seinen Mitmenschen aufeinander Rücksicht zu nehmen oder auch Verantwortung zu übernehmen sowie sich in ein anderes Kind einzufühlen. Letztlich lernt es aber auch sich gegen andere Kinder durchzusetzen (Fischer, 2009, S. 24). Somit können die sozialen Interaktionen sowohl das Selbstbewusstsein eines Kindes steigern als auch zu Überwindungen von Ängstlichkeit beitragen (Zimmer & Cicurs, 1999, S. 111).

Zimmer (2009, S. 159) erwähnt, dass die Vorteile einer Gruppe in einer psychomotorischen Förderung aus den folgenden Aspekten bestehen:

  • Die Kinder verhalten sich in einer Gruppe sehr natürlich. Dies liegt daran, dass sie sich weniger kontrolliert und beobachtet fühlen als in einer Einzelförderung.
  • Der Zugang zu einem Kind in einer Gruppe ist meistens einfacher und unauffälliger. Zudem kann sich das Kind auch einmal einer Zuwendung eines Erwachsenen entziehen.
  • Das Kind muss nicht immer aktiv in der Gruppe beteiligt sein, sondern es kann auch einmal eine passiv Rolle einnehmen und dem Gruppengeschehen von aussen als Beobachter verfolgen.
Über die Autorin/den Autor
Claudia Bucher schloss 2012 Ihr Lehramt-Studium mit Schwerpunkt Psychomotorik an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz ab.

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