Warum schreit mein Baby?

... Mit diesen Satz gehen viele Mütter zu ihrem Kinderarzt und fragen nach Hilfe und suchen verzweifelt nach Hinweisen. Gesunde Babys schreien, um sich Luft zu machen, um sich auszudrücken, weil sie Hunger haben, Blähungen oder andere Schmerzen oder einfach nur aus Langeweile

Gesunde Babys schreien 1 bis 3 Stunden täglich

(vgl. www.babynews.de). Das ist völlig normal. Gesunde Babys schreien anfangs zwischen 1 und 3 Stunden täglich. Für ein Baby ist das Schreien die einzige Möglichkeit, in Kommunikation zu treten. Für das Schreien eines Babys kann es somit vielerlei Gründe geben. Die häufigsten Schreigründe:

  • Überreizung: Babys schreien häufiger in den Abendstunden. Das liegt daran, dass sie überdreht sind, zu spät ins Bett kommen und die vielen Eindrücke des Tages erst einmal verarbeiten müssen.
  • Müdigkeit: Babys schreien häufig, wenn sie einfach nur müde sind. Meist erkennen die Eltern die Müdigkeit an den Augen des Kindes. Dann sollte man mit dem Schlafen nicht mehr lange warten und ggf. ein ruhiges Zimmer suchen, wo es schlafen kann.
  • Wachstumsschübe: Beispielweise zwischen dem 2. und 3. Monat schreien Babys oft mehr, da sie einen Wachstumsschub durchmachen. Babys sind bei Wachstumsschüben oft unruhiger und anhänglicher als sonst.
  • Schmerzen: Babys schreien, wenn sie Schmerzen haben (z.B. Bauchschmerzen, Durchfall). Bekommen Babys Zähne, tut es ihnen weh. Tipp: Aufbaukalk fördert eine gesunde Zahnbildung bei Babys und lindert ein wenig die Schmerzen.
  • Hunger: Wenn Babys hungrig sind, schreien sie natürlich auch.
  • Volle Windel: Ist die Windel nass und voll, fangen Babys mit Schreien an.
  • Kuscheln: Ein Baby sucht nach Nähe und Geborgenheit und schreit manchmal einfach auch, um „Liebeseinheiten“ zu erhalten.
  • Nervosität: Unruhige, nervöse Eltern übertragen automatisch ihre Unruhe auf ihr Baby. Dies führt zu verstärktem Schreien beim Baby.

Eine detaillierte Beschreibung über die verschiedenen Schreigründe finden Sie auf www.urbia.de.

Die verschiedenen Schreiarten

Es gibt verschiedene Schreitarten. Junge Eltern können anfangs nur schwer beurteilen, was ihr Baby eigentlich gerade braucht. Die Frage stellt sich dann, ob es vielleicht eine neue Windel braucht, Durst hat, kuscheln will oder eins der oben genannten Punkte. Mit der Zeit lernen Eltern beim Schreien genau heraushören, um was es geht.

Beispiele für verschiedene Schreiarten:

  • Hungerschrei: Das Baby weint, schmatzt dabei und möchte hiermit ausdrücken, dass es hungrig ist.
  • Müdigkeitsschrei: Das Baby reibt sich die Augen, hat schon ganz kleine Augen, gähnt viel und meckert. Dann ist es Zeit fürs Bettchen. Babys mit 1/2 Jahr schlafen oft nach einer kurzen Weinphase/Aufwachphase alleine wieder ein.
  • Schmerzensschreie sind gellend hoch im Ton und lang gezogen. Es kann es sich um ernsthafte Krankheiten, wie z.B. Mittelohrentzündung handeln und ein Kinderarzt sollte aufgesucht werden.
  • Kolik-Schreie sind stoßartig, lassen dann langsam in der Intensität nach.
  • Beim Schreien aus Langeweile oder Kuschelbedürfnis geht meist ein Quengeln voraus. Das klingt erst meckernd, später dann schimpfend. Meist ist das Quengeln mit strampelnden Füßen und rudernden Armen zu beobachten. Es reichen schon Worte und liebevolle Blicke aus, um es in der Regel zu trösten.
  • Der Stress-Schrei: Dieser Schrei macht sich äußerlich gut bemerkbar. Die Hände sind zu Fäusten geballt und das Baby macht den Rücken steif. Diese Haltung geht daher mit kurzen, schrillen Schreien. Der Stress kann verschiedene Gründe haben. Entweder sind zu viele Leute im Raum, die Musik ist zu laut oder es wird überstimuliert.

(Quelle: www.eltern.de)

Beruhigungstechniken

Wie kann ich am besten mein Baby beruhigen? Diese Frage stellen sich viele Eltern. Hier finden Sie Beispiele, wie sie Ihr Baby beruhigen können:

  • Schaukeln: Das Baby in Ihren Arm legen und wiegen oder in der Wiege legen.
  • Es ist hilfreich, das Baby sanft über seinen Kopf zu streicheln, eine Massage kann hier auch sehr hilfreich sein.
  • Ist dem Baby zu kalt, hilft es das Baby in eine Kuscheldecke einzuwickeln.
  • Die Mutterstimme ist sehr beruhigend für das Kind. Singen oder sprechen Sie ihm etwas vor.
  • Leise Musik kann auch beruhigend auf das Baby wirken.
  • Legen Sie Ihr Baby auf Ihren Arm und laufen sie etwas herum oder fahren Sie es im Kinderwagen spazieren.
  • Immer darauf achten, dass Ihr Baby ein Bäuerchen gemacht hat. Warme Bäder können auch Babys beruhigen.

(Quelle: www.babyburg.de)

Über die Autorin/den Autor
Diana Saft ist staatlich anerkannte Heilpädagogin und Heilerziehungspflegerin. Sie sammelte bisher Erfahrungen in einem Seniorenheim, in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, in einem integrativen Kindergarten und in einem deutschen Kindergarten in den USA.

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