Kniereiter - Spiele für Babys und Kleinkinder

PDFE-Mail

Kleinkinder und Babys sitzen gerne auf Mamas und Papas Schoß. Dies gibt dem Baby/ Kleinkind ein Gefühl von Geborgenheit und Wärme. Um die Langeweile zu vertreiben oder als Spiele für zwischendurch eignen sich die altbewährten Kniereiterspiele. Kniereiter gehören schon vor Hunderten Jahren zum Alltag der Kinder dazu. Dabei wurden sie von Generation zu Generation weitergegeben und sind immer wieder beliebt.

Was sind Kniereiter?
Kniereiter sind kleine Reime oder Lieder, bei denen das Kind auf dem Schoß sitzt und die Eltern/ Erzieherin Bewegungen ausführt. Dabei ahmt das Kind die Bewegungen nach. Bei Kniereitern wird der ganze Körper des Kindes mit einbezogen. Kniereiter haben das Ziel, den Gleichgewichtssinn zu trainieren sowie die Sprachentwicklung zu fördern. Die Reime haben einen besonderen Sprachrhythmus, der von den Eltern/Erzieherin mit Bewegungen begleitet wird. Babys und Kleinkinder ahmen die Bewegungen schnell nach und prägen sich den Ablauf wiederkehrender Reime schnell ein. Kniereiter fördern daher in besonderer Weise die Sprachentwicklung und die Bewegungsfreude der Babys/ Kleinstkinder.
Hier finden Sie eine kleine Auswahl an Kniereitern:

 


 

Eine kleine Hexe gönnt sich keine Ruh (Kind wird gewippt)
gönnt sich keine Ruh,
fliegt auf ihrem Besen,
reitet immerzu. (Mit dem Kind umfallen)
Fli fla flum, gleich fällt sie um (das Kind wird gekitzelt)!
Melodie nach Alle meine Entchen


 

Fahrrad fahren (für Kleinkinder)
Vor – zurück, vor – zurück,
nimm mein Rad und fahr’ ein Stück!
Hin und her, hin und her,
Fahrrad fahren ist nicht schwer!
Rundherum, rundherum,
auf einmal fällt es um, bumm!

Mit dem Kind auf den Knien sich vor und zurück lehen, dann nach rechts und links. Anschließend kreisende Bewegungen mit dem Kind machen, schließlich das Kind herunterfallen lassen oder gemeinsam umfallen.Kreisende Bewegungen mit dem Kind in den Armen und schließlich das Kind herunterfallen lassen oder gemeinsam umfallen.


Wie reiten die Herren?
Trab, trab, trab!
Wie reiten die Bauern?
Stup, stup, stup!
Wie reitet der junge Edelmann
mit seinem Pferdchen hinterdran?t
Galepper, galepper, galpepper!
Wie reitet das kleine Jüngferlein
auf seinem schönen Schimmerlein?
Hittepitte, hittepitte - Bums!
In den Graben ein!

Das Baby/ Kleinkind sitzt bei der Mutter/Erzieherin auf dem Schoß. Die Mutter/Erzieherin beginnt zuerst langsam zu reiten, wird dann immer schneller. Am Schluss wird das Baby/Kleinkind unter den Beinen durchgerutscht.

Hoppe, hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben,
fällt er in den Sumpf,
macht der Reiter plumps!

Die Mutter/ Erzieherin beginnt zuerst mit langsamen Reiten und wird dann immer schneller. Bei "plumps"  die Knie öffnen und das Baby/Kleinkind auffangen.


Hopp, hopp, hopp,
Pferdchen lauf Galopp.
Über Stock und über Steine,
aber brich dir nicht die Beine.
Hopp,hopp, hopp,
Pferdchen lauf Galopp.

Das Baby/Kleinkind sitzt auf dem Schoß der Mutter/Erzieherin und wird erst ganz langsam, dann stärker geritten.


Fährt das Schifflein über´s Meer,
wackelt hin und her.
Kommt ein starker Sturm,
wirft das Schifflein um!

Das Baby/ Kleinkind sitzt auf dem Schoß der Mutter/Erzieherin. Die Knie abwechselnd nach oben und unten bewegen und dabei das Kind hin und her schaukeln. Bei "wirft das Schifflein um" das Kind zur Seite fallen lassen und mit den Armen wieder auffangen.


Ich schaukel auf dem Wasser
Ich schaukel auf dem Wasser,
mal auf und auch mal ab.
Mein Boot, das fährt mich sicher,
der Wind treibt mich nicht ab.
Ich strecke meine Arme
wohl zu den Fischen hin,
ich winke mit den Händen,
weil ich so fröhlich bin.
Mein Boot erreicht den Hafen,
ich hol die Segel ein,
der Wind fängt an zu blasen, (pusten)
und ich lauf blitschnell heim.

Nach der Melodie von: "In einem kleinen Apfel"
Vorgehensweise: Das Baby/Kleinkind sitzt auf dem Schoß der Mutter/Erzieherin und wird hin und her geschaukelt.

Weitere Artikel in der Kategorie Sonstige Gedichte