Heilpädagogisches Handeln und Methoden
Inhalt dieses Artikels:
- Was bedeutet heilpädagogisches Handeln?
- Einschränkungen der Gesellschaft auf die heilpädagogische Arbeit
- Fachkenntnisse des Heilpädagogen/der Heilpädagogin
- Heilpädagogisches Handeln - Erstellung eines Förderplans
- Heilpädagogische Methoden
- Fazit der heilpädagogischen Methoden
- Weitere Informationen zum Thema "Heilpädagogisches Handeln"
Was bedeutet heilpädagogisches Handeln?
- Die Heilpädagogik ist eine wissenschaftliche Disziplin in der Pädagogik, die sich mit der Theprie und Praxis mit Menschen, deren Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verlaufen. Somit wird heilpädagogisches Handeln wird notwendig, wenn die übliche Erziehung zu versagen droht oder bereits versagt hat.
- Heilpädagogisches Handeln zielt darauf aus, Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen zu unterstützen, ihre Entwicklungsprozesse zu begleiten und den Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
- Im Mittelpunkt des heilpädagogischen Handelns steht die Beziehung zwischen dem Betroffenen und dem Heilpädagogen. Eine gute Beziehung ist Vorraussetzung für die Entwicklung und Erweiterung von Kompetenzen.
- Das heilpädagogische Handeln besteht aus dem theoretischen und dem praktischen Umgang mit Menschen, deren Entwicklung verzögert oder erschwert ist oder bei denen eine Behinderung besteht oder droht.
- Die Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen können in den Bereichen Sprache, Sensomotorik, Kognition, Sozialverhalten und/oder Emotion in verschiedenen Stärken auftreten.
- Der Heilpädagoge versucht, Zusammenhänge über die Problematik des Menschen zu erkennen, zu deuten und positiv zu beeinflussen. Dabei steht die ganzheitliche Förderung im Mittelpunkt.
- Ziel heilpädagogischen Handelns ist es, die Fähigkeiten des Klienten zu fördern, um seine Ich-Kompetenz (gute Beziehung zu sich selbst), seine Sozial-Kompetenz (gute Beziehung zu anderen Personen) und seine Sach-Kompetenz zu stärken.
- Für das heilpädagogische Handeln wählen wir Methoden aus, die auf pädagogischen, psychologischen, medizinischen und soziologischen Kenntnissen aufbauen. Diese werden unter Heilpädagogische Methoden kurz beschrieben.
- Normen, Wertvorstellungen und das jeweilige Menschenbild beeinflussen das heilpädagogische Handeln und Denken. Der Heilpädagoge sollte sich stets seines eigenen Menschenbildes bewusst sein und es reflektieren können.
Dreifach-Verantwortlichkeit des Heilpädagogen
- Der Heilpädagoge übernimmt Verantwortung gegenüber dem Klienten/Betroffenen und bringt ihm Akzeptanz und Wertschätzung entgegen.
- Der Heilpädagoge hat Verantwortung gegenüber sich selbst, kongruent zu sein, d. h. mit sich selbst übereinzustimmen und seine eigenen Werte und Normen zu vertreten.
- Der Heilpädagoge hat Verantwortung gegenüber dem Arbeitgeber und dessen gesellschaftlicher Position, soweit der Heilpädagoge diese Interessen vertreten kann.
Das Klientel des Heilpädagogen
- Der Heilpädagoge erzieht, bildet, fördert und begleitet Menschen aller Altersstufen, die unter erschwerten Bedingungen leben müssen.
- Der Heilpädagoge fördert Klienten mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen oder Menschen mit drohenden Behinderungen.
- Er erkennt, versteht und erklärt Erschwernisse des Klienten. Dies setzt entwicklungstheoretisches und heilpädagogisches Fachwissen voraus.
- Das Menschenbild ist ganzheitlich: körperliche, geistige, seelische und soziale Entwicklung sowie sonstige individuelle Bedingungen werden berücksichtigt.
- Jeder Fall ist einzigartig, das heißt, der Heilpädagoge arbeitet personenzentriert.
Einschränkungen der Gesellschaft auf die heilpädagogische Arbeit
- Die Entwicklung des Menschen geschieht immer in einer Wechselwirkung zwischen der Person selbst, der Familie, des Kindergartens, dem Wohnumfeld und der Verwandtschaft.
- Die gesellschaftlichen Gegebenheiten beeinflussen also das heilpädagogische Handeln, indem sie es hemmen oder fördern:
- Beispielsweise gibt es in Städten gute Therapiemöglichkeiten für den Klienten. Auf dem Land hingegen sind lange Anfahrten zu Therapien notwendig, was eine Erschwernis darstellt.
- Die Lebensstile sind nicht mehr vorgeschrieben, dies bedeutet mehr Autonomie für den Klienten. Der Heilpädagoge vertritt die Interessen des Klienten, solange es den Prinzipien der Heilpädagogik nicht widerspricht..
- Der Umbau des Sozialstaates und dessen Ressourcenknappheit zeigen, dass die Sozialsätze bleiben, alles andere jedoch teurer wird. Die Folge ist mehr Armut.
- Durch die Internationalisierung und Globalisierung politischer und ökonomischer Strukturen ist Deutschland von Strukturen abhängig und nicht autonom.
Die genannten Punkte werden zunehmend politisiert und bestimmen das heilpädagogische Handeln.
Fachkenntnisse des Heilpädagogen/der Heilpädagogin
Heilpädagogisches Handeln ist professionelles pädagogisches Handeln. Um Menschen mit körperlichen, geistigen, seelischen und/oder sozialen Beeinträchtigungen optimal zu fördern, verfügt der Heilpädagoge oder die Heilpädagogin über folgende fachliche Kenntnisse:
- Psychologie
- Entwicklungsschritte und Erwartungen
- Schutz vor Über- und Unterförderung
- Gefühlswelt kennenlernen
- Krankheiten verstehen und schützen
- Hintergründe kennen, Zusammenhänge verstehen
- Pädagogik
- pädagogische Grundlagen
- Erziehungswissenschaften
- Ansichten und Ziele von Erziehung kennen und umsetzen
- von der Pädagogik zur Heilpädagogik
- Medizin
- Fachbegriffe kennenlernen
- medizinische Grundlagen: Gehirn, Krankheiten, Behinderungen verstehen
- Recht
- Schweigepflicht
- Wissen, was rechtlich möglich ist ( Sozialgesetzbuch)
- Beantragung einer Integrationsfachkraft
- generell Anträge stellen
Heilpädagogisches Handeln - Erstellung eines Förderplans
- Der Heilpädagoge schafft eine Vertrauensbasis zu dem Kind und seinen Eltern. Durch Austausch mit den Eltern, dem Kindergarten oder der Schule erhält der Heilpädagoge die nötigen Informationen.
- Erstellen einer heilpädagogischen Diagnostik durch regelmäßige Beobachtungen:
- Entwicklungsstand des Kindes
- Verhalten in Einzel-, Klein- und Gruppensituation
- Stärken und Schwächen des Kindes
- Zusammmenhang zum Lebensumfeld
- Erarbeiten eines heilpädagogischen Förderplans unter Einbeziehung der Bezugsperson:
- ganzheitliche Zusammenhänge werden hier deutlich
- Formulierung von Förderzielen, die die Lebensbedingungen verbessern
- Zusammenarbeit mit Familie/ Bezugsperson
- interdisziplinärer Zusammenarbeit
- Förderplan in regelmäßigen Abständen überprüfen, fortschreiben
- Umsetzung des Förderplans:
- Beziehungsaufbau zum Kind
- bei den Stärken des Kindes ansetzen
- Förderung der motorischen, kommunikativen, kognitiven, sozialen und emotionalen Kompetenz
Heilpädagogische Methoden
Die heilpädagogischen Methoden sind eklektisch entstanden. Dies bedeutet, dass die heilpädagogischen Methoden Ansätze aus der Pädagogik und aus der Therapie entnommen haben. Diese Ansätze wurden zu einem neuen, heilpädagogischen Ansatz weiter entwickelt (vgl. A. Sagi, S. 13). Die heilpädagogischen Methoden werden in heilpädagogische Spieltherapie, heilpädagogische Übungsbehandlung (Entwicklungsförderung),das heilpädagogische Gestalten, die heilpädagogische Rhythmik, Psychomotorik in der Heilpädagogik und funktionelle Trainingsprogramme unterteilt, auf die ich hier kurz eingehen werde.
Die heilpädagogische Spieltherapie
In der heilpädagogischen Spieltherapie arbeitet der Heilpädagoge nach den personenzentrierten Ansatz nach Rogers und nach der Kinder-Spieltherapie im nichtdirektiven Verfahren nach Axline. Diese beiden Ansätze können in der Praxis aber auch gemischt werden, dies ist abhängig von den Auffälligkeiten des Kindes.
In der heilpädagogischen Spieltherapie wird das Spiel genutzt, um unverarbeitete Erfahrungen, Ängste oder Stress zu bewältigen. Die heilpädagogische Spieltherapie richtet sich an Kinder mit emotionalen Verhaltensstörungen, Beziehungsstörungen, verwahrloste und risikobelastende Kinder, die sich noch nicht sprachlich über ihre Problematik äußern können/wollen. Diese Kinder trauen sich nicht viel zu oder müssen neue Wege finden, mit ihren Enttäuschen und Ängsten umzugehen.
In einer freien Spielsituation, bietet der Heilpädagoge dem Kind an, Konflikte darzustellen. Das Kind wird auf seinem Weg begleitet und unterstützt. Dies bedeutet, dass der Heilpädagoge das Kind dort abholt, wo es gerade steht. In dieser einfühlenden Begleitung sucht der Heilpädagoge nach Formen der Verarbeitung. Somit erhält das Kind die Möglichkeit, sein Verhalten zu verarbeiten und bekommt eine Chance, neue Wege des Verhaltens auszuprobieren. Das Kind lernt, den Umgang mit seinen Emotionen besser einzuordnen.
Je nach Interesse des Kindes kommen verschiedene Spielmöglichkeiten in Frage. Das Kind bestimmt die Themen und das Spielmaterial in der Spieltherapie. Zum Beispiel können Rollenspiele mit Handpuppen in Form von Nachspielen von Szenen mit der Heilpädagogin in Einsatz kommen. Das Nachspielen von kleinen Figuren in der Sandkiste ist auch sehr beliebt bei den Kindern. Bei diesen Rollenspiele können aktuelle Erlebnisse dargestellt und verarbeitet werden. Die Kinder erfahren hier Handlungsalternativen, die Konfliktfähigkeit wird gefördert und die Kommunikationationsbereitschaft wächst. Sie finden mit der Heilpädagogin unterschiedliche Problemlösestrategien.
Die heilpädagogische Entwicklungsförderung
Die heilpädagogische Entwicklungsförderung (wurde früher auch Übungsbehandlung genannt) wendet sich an Menschen mit einer geistigen Behinderung oder Menschen mit einer Entwicklungsverzögerung. Hier werden neue Kenntnisse, Fähigkeiten und sinnvolle Verhaltensweisen geweckt, weiterentwickelt und gefestigt. Es werden spielerisch entwickungsrelevante Fähigkeiten angebahnt (z.B. über Funktions-, Regel-, Konstruktionsspiele).
DieWahrnehmungsförderung
im taktilen, kinästhetischen, vestibulären, visuellen und auditiven Bereich ist ein wichtiger Bestandteil der heilpädagogischen Entwicklungsförderung. Aufgrund der Beeinträchtigung der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -abgabe haben Kinder mit Wahrnehmungsstörungen Schwierigkeiten, Reize und Signale aus der Umwelt wahrzunehmen. Je nach dem Schweregrad der Wahrnehmungsstörung zeigen sich verschiedene ausgeprägte Symptome, z.B. körperliche Ungeschicktheit oder Lernprobleme. So sind diese Kinder z.B. beeinträchtigt, mit Schere und Papier umzugehen oder zeigen feinmotorischen Tätigkeiten eine geringe Konzentration und Ausdauer.
Durch gezielte Anregung erhalten Kinder mit Wahrnehmungsstörungen Möglichkeiten, ihre Empfindungs- und Verarbeitungsfähigkeiten der Sinnesreize zu stärken. Je nach Beeinträchtigung der Sinnesreize können Heilpädagogen in Anlehnung nach F. Affolter oder Jean Ayres arbeiten.
Wahrnehmungsförderung nach Félicie Affolter
Nach Félicie Affolter (Logopädin und Psychologin, *1926) bedeutet die Wahrnehmung das Aufnehmen von Sinnesreizen, die uns mit der Umwelt verbinden. Die Personen und die Umwelt stehen nach Affolter immer in Wechselsituationen zueinander. Die Wahr- NEHMUNG bedeutet auch,Wirkung durch NEHMEN, durch das Spüren und Berühren zu erzeugen.Ein wichtige Funktion stellt hier das taktil-kinästhetische System dar. (Vgl.: Blucha und Schuler, Fühlen, Hören, Sehen, Verlag Herder 2008, S. 24) Bei diesem Konzept begleitet der Heilpädagoge im Alltag das wahrnehmungsgestörte Kind in seinen Handlungen. Das heißt, der Heilpädagoge führt das Kind, seine Hände und führt mit dem Kind alle Handlungen aus, die notwendig sind, um das Problem zu lösen. Durch Wiederholungen wird das Kind befähigt, diese Übungen bald selbständig durchzuführen.
Wahrnehmungsförderung nach Jean Ayres
Das Integrationsmodell der Sensorischen Integration wurde von der Entwicklungspsychologin und Ergotherapeutin A. Jean Ayres entwickelt. Die Wahrnehmungsförderung in der Heilpädagogik erfolgt in Anlehnung nach ihrem Integrationsmodell. Die sensorische Integration sagt aus, dass der Mensch u.A. über 3 Basissinne verfügt: Das taktile Wahrnehmungssystem (der Tastsinn), die propriozeptive Wahrnehmung (die Tiefenwahrnehmung) und die vestibuläre Wahrnehmung (der Gleichgewichtssinn). Das Zusammenspiel dieser 3 Basissinne nennt man sensorische Integration. Das Kind lernt seine Empfindungen und Reize so zu ordnen, dass es in der Situation entsprechend, handeln kann. Eine gute sensorische Integration dient als wesentliche Grundlage für den Erwerb wie Lernen, Sprache,Handlungsplanung und angemessenen Sozialverhalten.
Zeigen Kinder Schwierigkeiten in ihrer Wahrnehmung, Motorik und Koordination, werden als Symptome die drei Basissinne betrachtet. Diese können durch gezielte Förderung verbessert werden.
Die sensorische Integrationsbehandlung nach Jean Ayres ist für Kinder mit für Kinder mit Entwicklungsstörungen der Motorik, Wahrnehmung und Sprache: Sprachentwicklungsstörungen, Stottern, graphomotorische Störungen, Hyperaktivität, Autismus, verschiedene Dyspraxien, Aggressivität und Konzentrationsstörungen geeignet.
Mehr über die sensorischen Integration erfahren Sie hier.
Das heilpädagogische Gestalten
Das heilpädagogische Gestalten (wird auch als heilpädagogische Kunsttherapie bezeichnet) bietet handlungs- und beziehungsorientierte Situationen des gemeinsamen Tuns. Ziel des heilpädagogischen Gestaltens ist es, Blockaden von Kindern mit Störungen auf der Handlungs- und Beziehungsebene aufzulösen. Die Kinder fühlen sich oft handlungs- und beziehungsunfähig. Das heilpädagogische Gestalten ist besonders für Kinder mit Sprachproblemen eine Chance, sich in Bildern auszudrücken. Veränderungen werden in den Zeichnungen verarbeitet. So haben die Kinder eine Chance, die Stärkung ihres Ichs zu erleben und können mit anderen Kindern in Beziehung treten. Nebenbei wird die Feinmotorik, Kraft, Ausdauer und Phantasie der Kinder gefördert.
Die heilpädagogische Rhythmik
Die heilpädagogische Rhythmik richtet sich sowohl an entwicklungsgehemmte, verhaltensgestörte als auch an geistig behinderte Menschen. Durch die Rhythmik erfährt das Kind Möglichkeiten, seine Empfindungen zu entdecken und sich auszudrücken. Diese Übungen können Bewegungsspiele oder rhythmische Übungen sein, z.B.Tanz-, Sing- und Rhythmusspiele oder Spielbegleitung mit Musikinstrumenten. Die heilpädagogische rhythmische Förderung nutzt die Musik und die Bewegung, um besonders dort, wo Worte nicht ansprechen, einen Weg zum Inneren zu finden. Aus diesem Grund hat die heilpädagogische Rhythmik einen besonderen Stellenwert in der Entwicklungsförderung.
Psychomotorik in der Heilpädagogik
Die Psychomotorik beschäftigt sich mit Kindern, die enorme Defizite in der Fein- und Grobmotorik, Gleichgewichtssinn und Ausdauer haben. Die Psychomotorik bietet vielfältige Möglichkeiten, Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Sie ist eine ganzheitliche Bewegungsbehandlung mit dem Ziel, Bewegungs- und Wahrnehmungsbeeinträchtigungen der Kinder abzubauen oder zu verringern. Eine emotionale Stabilität wird gleichzeitig gefördert.
Im Motorikraum werden die Kinder zur eigenen Aktivität motiviert. Somit kann das Kind in seinem kreativen Tun seine eigene Erlebniswelt aufbauen. Das Zusammenspiel der Sinne wird durch das eigene Tun gefördert.So genannte Erlebnisräume entstehen mit immer neuen Herausforderungen, wie z.B. die "Bewegungsbaustelle": Das Kind erhält hier eine vielfältige Möglichkeit des selbständigen Handelns, es lernt sein Tun zu planen und auch mit anderen Kindern Absprachen zu treffen. Es kann seine Kräfte konstruktiv umsetzen. Die Kenntnisse von den eigenen Körperbewegungen und der Umgang mit dem vielseitigen Materialien verbessern die motorischen Fähigkeiten.
Die psychomotorische Übungsmaterialien wie Rollbrett, Trampolin, Pedalo, Schwungtuch, Sprossenleiter, Turnbank, Schaukel u.s.w. stehen den Kindern in den Psychomotorik-Stunden zur Verfügung. Kinder haben so die Möglichkeit, beim Wippen, Drehen oder Rollen ihr Gleichgewichtsfähigkeit zu verbessern.
Funktionelle Trainingsprogramme
Durch das Einüben der funktionellen Trainingsprogramme soll eine Verbesserung des allgemeinen Lernens erreicht werden. Ziele dieser Trainingsprogramme sind, das Aufgabenverständnis, die Ausdauer, Problemlösestrategien, soziale Kompetenz sowie die Verhaltensmodifikationen zu fördern. Folgende funktionelle Trainingsprogramme können angewandt werden:
- Konzentrationsübungen nach dem Marburger Konzentrationstraining
- graphomotorische Übungen mit Mal- und Schreibspielen zur Förderung der Feinmotorik und Handgeschicklichkeit
- Visuell-visuomotorische Förderung nach dem Frostig-Programm
- Training für aufmerksamkeitsgestörte Kinder von Lauth-Schlottke
- Training mit sozial unsicheren Kindern und aggressiven Kinder. Einzeltraining, Kindergruppen, Elternberatung (Petermann und Petermann)
Fazit der heilpädagogischen Methoden
Die Grenzen sind meist fließend, denn bei einem Kind mit einer geistigen Behinderung können Verhaltensauffälligkeiten dominieren, sodass in diesem Fall eine heilpädagogische Spieltherapie angewandt werden sollte. Eine heilpädagogische Spieltherapie kann auch modifiziert werden, so dass sie beispielsweise Elemente der heilpädagogischen Entwicklungsförderung enthält. Die heilpädagogische Spieltherapie kann auch mit dem heilpädagogischen Gestalten kombiniert werden, wenn seelische Verhaltensauffälligkeiten vorliegen...
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